Wie in vielen anderen Bereichen ist der wissenschaftliche Arbeitsalltag mittlerweile weitgehend von der Digitalisierung bestimmt. Die sich immer weiter entwickelnden Formen der Kommunikation und Vernetzung bieten einerseits ein enormes Potenzial um Forschungsprozesse effektiver und unabhängig von Ort und Zeit zu gestalten, stellt Forscher aber auch immer wieder vor neue Herausforderungen.

Im Rahmen der Schwerpunktinitiative “Digitale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen wurde ein Leitbild erstellt, welches die Rolle der Digitalisierung und Computerisierung für die Wissenschaft in der Zukunft definiert. Die Immensen neuen Potentiale wurden ebenso anerkannt, wie die große Herausforderung, Wissenschaftler  mit den bestmöglichen Informationsstrukturen auszustatten.

Ziel ist, eine Forschungs- und Entwicklungsstrategie zu entwerfen, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, disziplinenspezifische und interdisziplinäre vernetzte digitale Forschungsinfrastrukturen, sogenannte virtuelle Forschungsumgebungen aufzubauen.

– Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, 2012 –

Innerhalb der 5 identifizierten Handlungsfelder fällt der Vereinfachung von Systemen zur gemeinsamen Nutzung von erhobenen Daten sowohl während als auch nach Forschungs-Projekten eine bedeutende Rolle zu. Im Alltag tatsächlich nutzbare, kombinierbare und langfristig für die Wissenschaft zur Verfügung gestellte Datenstrukturen gehören laut der Allianz-Initiative zu einer unabdingbaren Voraussetzung, damit Deutschland auch in Zukunft seine Vorreiterrolle als Forschungsstandort behaupten kann.

Ähnliche Ergebnisse brachte in 2011 ebenfalls die Leibnitz Gemeinschaft vor, welche im Oktober 2009 von der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zur Erstellung eines Fahrplans für die Informationsinfrastruktur der Wissenschaft in Deutschland beauftragt wurde.

Insbesondere bei Fragen zur Nachhaltigkeit, welche in der Forschung zu Umweltschutz, Ressourcen Management und in der Entwicklungszusammenarbeit eine unabdingbare Voraussetzung geworden sind, schließen sich meist multidisziplinäre Forschergruppen zusammen, um gemeinsam Fragen zu beantworten und stehen vor besonderen Herausforderungen im gemeinsamen Verwalten und Auswerten der erhobenen Daten.

Eine gut strukturierte Organisation von Daten, welche bereits während der Ideenfindung und Antragsphase eine tragende Rolle spielen sollte, führt zu einem deutlichen Sprung in Qualität und Niveau von Forschungsvorhaben.

 

 

Links:

Gemeinsame Wissenschaftskonferenz:  http://www.gwk-bonn.de

Leibnitz Gemeinschaft: http://www.leibniz-gemeinschaft.de/

Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen: http://www.allianzinitiative.de

Gesamtkonzept für die Informationsinfrastruktur in Deutschland: KII_Gesamtkonzept.pdf

 

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